Auf dieser Seite lesen Sie aktuelle Meldungen der Abt-Joscio-Schule Niederalteich.

Allgemeine Informationen: www.abt-joscio-schule.de

Aktuelles aus dem Kinderhort:
http://kinderhortniederalteich.blogspot.de/

Mit Jesus in einem Boot - Gottes Nähe spüren - 37 Kinder erstmals am Tisch des Herrn

 
Nach monatelanger Vorbereitung war es endlich so weit: 37 Kinder der Pfarrgemeinde St. Mauritius und der Abt-Joscio-Schule Niederalteich feierten an Christi Himmelfahrt miteinander Erstkommunion. Der festliche Gottesdienst in der Basilika wurde vom Kirchenchor Niederalteich unter der Leitung von Organistin Christine Gastinger und von den Erstkommunionkindern gestaltet.
 
Mit ihrem frischen Beten und Singen, das von Klarinettist Stefan Denk und Rektorin Anita Hofbauer an der Gitarre begleitet wurde, gaben die Buben und Mädchen Zeugnis von ihrer Freude über die Begegnung mit Jesus. Begleitet von Pater Quirin Erlacher OSB und den Lehrerinnen Stephanie Wäckerle und Magdalena Knödelseder erneuerten die Kinder ihr Taufbekenntnis und empfingen zum ersten Mal den Leib Christi.
 
Das diesjährige Motto "Mit Jesus in einem Boot - Gottes Nähe spüren", auf das Pater Quirin in seiner Predigt einging, fand sich auch auf vielen der wunderschön gestalteten Kommunionkerzen wieder.
 

Tags darauf gab es einen Ausflug zum Bruder-Konrad-Hof in Parzham, um das Geburtshaus des Heiligen zu erkunden. Dem Beispiel des Heiligen Bruder Konrad folgend brachten die Kinder beim Dankgottesdienst ihre Spendentüten zum Altar. Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken, dem bei seiner Gründung vor über 150 Jahren auch Bruder Konrad von seinem Hoferbe ein beachtliche Summe überließ, unterstützt Christen überall dort, wo sie in schwierigen Situationen ihren Glauben leben. Mit seiner Kinder- und Glaubenshilfe fördert es Projekte in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum.

Text: Anita Hofbauer
Foto: Christian Chrimpf

Keine Hauptschulklassen mehr im neuen Schuljahr

Die Teilhauptschule gehörte seit Jahrzehnten zum unverwechselbaren Profil der Abt-Joscio-Schule. Veränderungen in der Schulpolitik (Realschule ab Jgst. 5, Wirtschaftsschule ab Jgst. 6), der verstärkte Übertrittswunsch vieler eifriger Schülerinnen und Schüler sowie die durchgängig erfolgreiche Teilnahme von Abt-Joscio-Schüler/-innen an Probeunterrichten haben dazu geführt, dass die Anmeldezahlen in den vergangenen Jahren schwankten und die Klassenbildung immer schwieriger wurde.
Um für alle Beteiligten Klarheit zu schaffen, hat der Träger der Schule, das Abt-Joscio-Schulwerk e. V., entschieden, die Teilhauptschule zum Ende des Schuljahres aufzulösen und keine 5. und 6. Klasse mehr zu bilden, weil die aktuellen Prognosen, Zeugnisse und Übertrittwünsche darauf hindeuten, dass die Abt-Joscio-Schule im Schuljahr 2017/18 für die Teilhauptschule nicht mehr die erforderliche Zahl von Schülerinnen und Schülern gewinnen können wird. Mit großem Bedauern denken wir insbesondere an diejenigen Familien, die sich auf den (weiteren) Besuch der Teilhauptschule eingestellt hatten und nun die beste Schule für ihr Kind verloren haben. Den vielen Kindern, die am Ende des Schuljahres die Abt-Joscio-Schule verlassen, wünschen wir alles Gute!

Autorin Daniela Wanninger zu Besuch an der Abt-Joscio-Schule






Aus Büchern lassen sich Schüler gerne vorlesen. Wenn sogar eine "richtige" Autorin, nämlich Frau Daniela Wanninger, zum Vorlesen angekündigt war, warteten die Schüler natürlich schon ungeduldig auf diesen Tag. Gespannt und aufmerksam verfolgten die Kinder der Lesung und den Erzählungen der Kinderbuchautorin aus ihrem Buch „Benni der Bücherwurm. Mit kindgerechten Liedern und anschaulichen Darstellungen verstand es Frau Wanninger, die Schüler in die Welt des Buches zu entführen.
Fabian und Lena sind Bücher schnuppe. Viel lieber bauen sie im Kinderzimmer und verwenden Bücher als Wurfgeschosse. Doch als plötzlich ein Bücherwurm seinen Kopf aus dem Bücherstapel steckt, wird es den beiden mulmig. Bald wird klar: Benni, der Bücherwurm, hat sich schon durch viele Geschichten gefressen und eifrig Buchstaben angeknabbert. Jetzt wollen es die beiden dem frechen Kerl zeigen: Eine Geschichte nach der anderen wird von ihnen verschlungen. Denn: Bücherwürmer fressen nur Bücher, die lieblos herumliegen …
Im Anschluss an die Lesung konnten die Kinder noch Bücher von Frau Wanninger kaufen oder bestellen. Großen Anklang fanden auch die von der Autorin selbstgehäkelten Lesemäuse.
Susanne Knab

Feuer und Flamme für die Feuerwehr





Endlich! Ein lang herbeigesehnter Unterrichtsgang. Nach intensiver und gründlicher Vorbereitung des Themas "Feuer“ durften die beiden 4. Klassen zusammen mit ihren Lehrerinnen Frau Knab und Frau Lischka die Feuerwehr in Niederalteich besuchen.

Herr Wirth und Herr Nothaft von der Niederalteicher Feuerwehr hatten sich die Zeit genommen, die Schüler mit den Aufgaben der Feuerwehr und deren Ausrüstung vertraut zu machen. Auf interessante Art und Weise erklärten sie den Kindern die verschiedenen Ausrüstungsgegenstände, wie z.B. den Schutzanzug, den Helm, das Beil oder die Sicherheitsstiefel. Keine Frage seitens der Schüler blieb unbeantwortet. Am meisten beeindruckte die Kinder natürlich das riesige Löschgruppenfahrzeug mit den Schläuchen und den zahlreichen Geräten für die unterschiedlichsten Funktionen. Jeder durfte dann auch im Fahrzeug Platz nehmen.
 
Susanne Knab

Kunst hautnah erleben: Fünftklässler malen mit Christine Irsigler tolle Masken



Das hautnahe Erleben einer „echten“ Künstlerin im Kunstunterricht und die Auseinandersetzung mit der individuellen Malerei der Kunstschaffenden  ist für Schülerinnen und Schüler ein besonderes Erlebnis. So konnte auch heuer wieder, wie schon vor einigen Jahren, Christine Irsigler aus Osterhofen als Referentin für den Kunstunterricht der 5. Klasse der Abt-Joscio-Schule Niederalteich gewonnen werden.

Christine Irsigler hatte einige ihrer Bilder und Masken dabei, die sie den Kindern präsentierte. Ihre Kunstwerke erinnern an den amerikanischen Pop-Art- Künstler James Rizzi. Die Masken hatten es den Kindern „voll angetan“. Die Malerin erklärte den Kindern ihre Vorgehensweise der Formen- und Farbgestaltung. Mit einem Bleistift wurde dann zuerst fein vorskizziert. Dann erfolgte die Zusammenstellung der Farben. Schließlich malten die Schülerinnen und Schüler die verschiedenen Formelemente sauber aus und zogen mit einem Konturenstift die Ränder nach, um einzelne Motive besser hervorzuheben.

Die Aktion habe bei den jungen Künstlern sehr großen Anklang gefunden und stelle zudem eine Abwechslung zum Schulalltag dar, resümierte Fachoberlehrer Hermine Reitberger, die das Projekt organisiert hatte. Alle waren fasziniert und begeistert von tollen Masken. Auch Christine Irsigler lobte die Klasse: „Es sind beeindruckende Werke entstanden!“

Projekt "Krieg und Frieden - Flucht und Asyl"



Quelle: Donau-Anzeiger, 19.12.2016
Initiative, Text und Bilder: Helga Przybyllok

Vernetzter Unterricht findet seinen Abschluss im Museum Quintana in Künzing




Nachdem im Unterricht über mehrere Wochen das Thema „Römer, Kelten und Germanen“  von den Schülerinnen und Schülern der 6. Klasse erarbeitet wurde, durfte der  Besuch des nahegelegenen Museums nicht fehlen. Das Museum Quintana in Künzing, das damals rund 500 Soldaten als Unterkunfts- und Ausbildungslager diente, gab  allen einen  anschaulichen Einblick in das Leben vor 2000 Jahre. Bei einer interessanten Führung durch die Ausstellungsräume erklärte Frau Dr. Eva Bayer-Niemeier ausführlich, die in den 60er  Jahren ausgegrabenen Fundstücke (z.B.: Keramiken, Münzen, Werkzeuge, Waffen). Das lebensgroße Modell eines römischen Hauptmanns war die Hauptattraktion. Wie „schwer“ die damalige Arbeit der Soldaten war, mussten einige Kinder bei der Anprobe eines 30 kg schweren Kettenhemdes am eigenen Leib erfahren. Anschließend bauten die Kinder unter fachkundlicher Leitung  ein römisches Wachstäfelchen, das damals als Notizbuch verwendet wurde. Nach diesem informativen Vormitta g musste wieder die Heimreise angetreten werden, zurück in unsere „neue“ Zeit.Viele Dank an den Elternbeirat, der die Buskosten freundlicherweise übernommen hat.



Karin Schießl

Workshop zum Thema PC, Internet und Medien




Im Januar nahmen die 5. und  6. Klassen an dem interessanten Workshop „Paula 12& Co“ teil. Frau Breuer und  Frau Wölfl  von der Suchtpräventionsstelle des Landratsamts Deggendorf nahmen sich drei Unterrichtsstunden in jeder Klasse Zeit, um auf die Vor- und Nachteile der modernen Medien und deren Nutzung einzugehen. Zu Beginn wurde den Kindern bewusst gemacht, wie viel (unnütze?) Zeit sie eigentlich mit Smartphone, PC, TV, usw. verbringen. Besonderen Wert legten die Referentinnen auf das Hinweisen von Gefahren, welche das Internet mit sich bringt: Wie soll ich mich verhalten, wenn ich einen Kettenbrief mit Drohungen bekomme? Was soll ich tun, wenn mir ein unbekannter Nachrichten schreibt? Wie kann ich meine Daten und meinen Geldbeutel schützen? Was darf ich weiterverbreiten? Mit welchem Alter darf ich in soziale Netzwerke beitreten? Warum sind Spiele so faszinierend? Angeregt erzählten die Kinder von ihren eigenen Erfahrungen und merkten schnell, was sie in Zukunft besser machen sollten. Vielen Dank an das Präventionsteam!


Karin Schießl

Advent - unser Weg auf Weihnachten zu


 
Mit großer Begeisterung absolvierten die Erstklässler ihren ersten öffentlichen Auftritt und erfreuten die Besucher des Niederalteicher Adventsmarktes mit ihren Liedern.
 
 

 
 
Den Weg durch die Adventszeit begleiten in allen Klassen wunderschöne Adventkränze, die größtenteils von Eltern gespendet und bei einer Feier in der Aula gesegnet wurden.
 
 

Eine Klagemauer gestalteten die Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse und luden alle Klassen ein, sich am diözesanweiten „Gebet für den Frieden“ zu beteiligen.

Anita Hofbauer

Mathematik zum Anfassen





 
Über eine Einladung des Projekt-Seminars Mathematik vom Sankt-Gotthard-Gymnasium Niederalteich durften sich die Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 3a, 4a und 4b freuen.

Auch Mathemuffel kamen bei dieser ansprechenden Ausstellung voll auf ihre Kosten. Die Kinder durften Logikspiele und Matherätsel lösen, eine übergroßes Sudoku bauen oder einen Würfel aus Einzelzeilen zusammensetzen.

Knobelaufgaben waren besonders beliebt und viele ließen sich durch optische Täuschungen und Schätzaufgaben zu Gewichten und Längen verblüffen. Natürlich wurden die Kinder auch nach dem Lösen der Aufgaben belohnt und konnten sich als Andenken Origami-Basteltiere mit nach Hause nehmen. Da die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler sehr groß war, danken wir den Gymnasiasten herzlich für Ihr Engagement und freuen uns auf weitere Mathematikprojekte.

                                                                                                                    Alexandra Lischka

Nachwuchshandwerkertag



 
Am 10. November 2016 nahm die 6. Klasse  am „Nachwuchshandwerkertag“ teil, der seit 2010 im Landkreis veranstaltet wird. An diesem besonderen Tag wirbt das Regionalmanagement Deggen-dorf, das Staatlichem Schulamt und die Kreishandwerkerschaft Donau-Wald für die Tätigkeiten im heimischen Handwerk. Die Schülerinnen und Schüler können hier durch konkrete Einblicke in die Berufsfelder Schreiner, Heizung-Sanitär-Klima, Elektro und Maler erste Berufsentscheidungen anbahnen. Dazu kommen verschiedene Meisterbetriebe aus der Region an die Schule und arbeiten einen ganzen Vormittag ehrenamtlich mit den Kindern an Werkstücken, die sie am Ende stolz mit nach Hause nehmen dürfen.

Für unsere neun Schüler war dieser Tag aber auch zugleich ein Tag, an dem sie sich die Nachbarschule anschauen konnten. Denn, um die wertvolle Zeit der Handwerker nicht übermäßig zu strapazieren, wurden der Termine der Mittelschule Hengersberg mit unserem zusammengelegt. Herr Schlichenmaier, Rektor der MS Hengersberg nahm uns dankenswerterweise sofort auf.

Im Bereich Elektro unterwiesen Herr Kerscher (Fa. Kerscher, Bogen) und Herr Geiger (pensionierter Elektrotechnikmeister), sowie Herr Kanzlsperger (Fa. Kanzlsperger) die hochmotivierten „Lehrlinge“ beim Löten und Zusammenbauen eines eigenen „Kusstesters“. Herr Schober (Fa. Schober) und Herr Weiß jun. (Fa. W. Weiß, Hengersberg) kümmerten sich um die Malerinnen und Maler. So wurden aus den zuvor einfachen, hölzernen Kisten wahre Schatzkästchen. Bei den Schreinern halfen Herr Anthofer (Fa. Anthofer, Niederalteich) und Herr Kraus Alois (Fa. Kraus) bei der Montage eines modernen Tablethalters. Die vierte Gruppe durfte mit Unterstützung von Herrn Schropp (Fa. Wirth, Hengersberg) einen Hocker aus Heizungsrohren. Ein besonderes Lob gilt diesem engagierten Handwerker, denn er schaffte es alleine 12 Nachwuchshandwerkern zu helfen, obwohl er eine gebrochene Hand hatte. VIELEN DANK, Herr Schropp!

Sehr schnell verging der „praktische“ Vormittag und stolz präsentierten alle ihre Ergebnisse bei der abschließenden Besprechung in der Mensa der Mittelschule Hengersberg. Zum Abschluss gab es für jeden eine Urkunde. Vielen herzlichen Dank an alle, die uns diesen Tag ermöglicht haben: Die Organisatoren, alle teilnehmenden Handwerksmeister sowie die Mittelschule Hengersberg!

Karin Schießl

"Der Clownsbaum" - Umwelttheater im Infohaus Isarmünd





Welchen Mehrwert ein Ausflug in den Wald mit sich bringt, was ein Baum zum Leben braucht und welchen Bedrohungen er ausgesetzt ist, erfuhren die Kinder der ersten, zweiten und dritten Klasse der Abt-Joscio-Schule in Niederalteich beim Besuch des Theaterstücks „Der Clownsbaum“. Dieses wurde am 10. Oktober vom Kinder- und Jugendtheater EUKITEA im Infohaus Isarmündung aufgeführt und bot den Grundschülern die Möglichkeit, sich mit der Natur auf spielerische Weise auseinanderzusetzen.

Bei dem Stück prallen zwei Welten aufeinander. Die Clownin, ein Stadtkind, lernt tief im Wald einen sprechenden Baum kennen. Dieser erzählt ihr vom Baum-Sein, von seinen Freunden, den Sonnenstrahlen und dem Wind, aber auch von seinen Leiden.

Immer wieder wurden die Kinder in das Geschehen mit eingebunden und überlegten zusammen, wie dem Baum geholfen werden kann.

Zum Abschluss durften die Schüler selber noch einen Baum pflanzen, um eine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema Umwelt- und Naturschutz anzubahnen und ihnen das Wunderbare in der Natur vor Augen zu führen. Für alle war es ein sowohl lehrreicher als auch amüsanter Tag.

Magdalena Knödlseder

Mitmachausstellung Kakao und Schokolade in Künzing


Schokolade selbst herzustellen ist für Kinder ein besonderes Vergnügen. In der Mitmachausstellung „Kakao und Schokolade“ im Museum Quintana in Künzing hatten die Fünftklässler der Abt-Joscio-Schule Niederalteich die Möglichkeit, Wissenswertes über Kakao zu erfahren und zugleich durften sie Schokolade  selbst zubereiten.

Bereits 1000 v. Chr. kultivierten die Mayas den Kakaobaum in ihren Gärten. Viel später im 14. bis 16. Jahrhundert diente Kakao den Azteken als Handels- und Zahlungsmittel. Die Azteken bereiteten aus Kakao "Xocolatl" zu, das bedeutet „bitteres Wasser“. Die Spanier eroberten Südamerika und brachten die Kakaobohnen nach Europa mit. Aus " Xocolatl" wird Schokolade hergestellt.

Regina Weigl vom Museumsteam erklärt den Schülern die Zubereitung von Schokolade. Zunächst braucht es fein gemahlenes Kakaopulver. 50 - 60 Bohnen (entspricht einer ganzen Kakaofrucht von ca. 30 cm Länge) werden für eine Tafel Schokolade mit der Hand auf dem Reibestein gemahlen. Dazu kommt Kakaobutter, Puderzucker und Milchpulver. In einem Tiegel schmelzen und verrühren die Schüler die Zutaten. Drei Tage wird laut Frau Wiegl gerührt, um edle Schokolade zu kreieren. Die „Schülerschokolade“ ist natürlich schon früher fertig. Begeistert gießen sie die süße Verführung in Formen. Bis zum Festwerden dauert es noch einige Minuten im Gefrierschrank.

In einem anderen Teil der Ausstellung wird den Schülern bewusst, wie mühsam der Rohstoff „Kakao“ produziert wird. Jede einzelne Frucht wird größtenteils auch heute noch von Hand vom Stamm geschnitten. Die Früchte, die sehr weit oben hängen werden mit langen Bambusstangen geerntet. An deren Ende ist ein scharfes Messer befestigt. Gleich nach der Ernte öffnen die Bauern mit einer scharfen Machete die Früchte. Die Bohnen (Samen) werden fermentiert, gereinigt, getrocknet und in Säcke abgefüllt. Da viele Kakaobauern in abgelegenen Gebieten leben, sind sie aufgrund der mangelnden Infrastruktur auf Zwischenhändler angewiesen. Es bleibt kaum was zum Leben übrig. Die Verarmung vieler Bauern führt dazu, dass sie keine Erntehelfer mehr bezahlen können. Daher setzen sie verstärkt Kinder ein. Ein trauriges Detail ist auch, dass diese Kinder selbst noch nie echte Schokolade gekostet haben, die hierzulande so beliebt ist.

Fairtrade-Partnerfirmen garantieren den Kakaobauern zumindest einen fixen Mindestpreis und somit ein kalkulierbares Einkommen. Leider macht der fair gehandelte Kakao in Deutschland bislang nur rund zwei Prozent der gesamten Kakaoproduktion aus. Deshalb sollte bewusst mehr auf „Fairtrade-Schokolade“ geachtet werden. Denn: „Nichts ist wertvoller als ein guter Freund, außer ein Freund mit Schokolade.“ (Charles Dickens)

Hermine Reitberger